Else Lasker Schüler – Die Kreisende Weltfabrik VALVE#3787

DIE KREISENDE WELTFABRIK

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Claudia Gahrke liest Else Lasker Schüler.

Art.-Nr.: VALVE # 3787. Kategorie: . Schlüsselworte: , .

Produktbeschreibung

Claudia Gahrke liest Else Lasker-Schüler

 

Else Lasker-Schüler war in die Weltgeheimnisse eingeweiht. Sie wusste, „dass die Mondbewohner den Kartoffelpuffer lieben“ und wie die Pavianmutter ihr Paviänchen in den Schlaf singt. Sie hat Satan in den Himmel eingesperrt, Gott in die rauchende Hölle und dann die schönsten Gedichte der Weltliteratur verfasst.

Eine Auswahl ihrer Gedichte, Prosatexte und Briefe sind nun auf der CD „Die kreisende Weltfabrik“ versammelt. Gelesen werden sie von der Schauspielerin Claudia Gahrke, die schon in vielen Programmen und Auftritten für die Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft, der Dichterin ihre Stimme geliehen hat. Die verbindenden Musiken stammen von Herbert Mitschke (Tenorsaxofon). Die Geräuschkulisse des Weltgetriebes hat der Musiker Jojo Wolter beigesteuert.

Neben einer Reihe selten zu hörender Gedichte wie  „Komm mit mir in das Cinema“ der bekennenden „Kinoniterin“ Lasker-Schüler oder ihrer Ulkiade „Der Kartoffelpuffer“ finden sich auch Klassiker wie „Ein alter Tibetteppich“ und „Mein blaues Klavier“. Wer Else Lasker-Schüler nur unter Herzkirmes und Liebesperlen verortet, der irrt. All ihre Monde und Sterne hat die Dichterin nicht zuletzt auch deshalb angeknipst, um damit gegen das Dunkel anzuleuchten, das sie kannte. Aber: Sie hatte auch einen unbändigen Humor! Die Mondbewohner könnten ein Lied davon singen, hätten sie nicht den Mund voller Kartoffelpuffer!

 

Else-Lasker-Schüler, wurde am 11. Februar 1869 in Wuppertal-Elberfeld geboren. Ihren ersten Gedichtband veröffentlichte sie 1902. 1932 erhielt sie für ihr Gesamtwerk den Kleist-Preis und floh 1933 aus Deutschland in die Schweiz. Ab 1939 lebte sie in Jerusalem, wo sie am 22. Januar 1945 starb.

 

Claudia Gahrke, Schauspielausbildung in der Masterclass bei Actors Studio-Begründer Robert Lewis und bei Günter Wirth. Stipendiatin Internationales Forum  junger Bühnenangehöriger beim 37. Berliner Theatertreffen. Sie spielte u.a. die Merteuil in Heiner Müllers „Quartett“ in London und Camille Claudel in Nes Ziona/Israel, das Kind in Samuel Becketts „Eines schönen Tages“ in Berlin, unter der Regie von Thomas Ostermeier und Nancy in Ben Beckers „Sid & Nancy“ in Düsseldorf. Performances in Brüssel, Cambridge, Berlin und auf der EXPO2000. U.a.: Ophelia in der „Hamletmaschine/Sound-Performance, Haus am Waldsee, Berlin. „Kitty Hawk“ in dem Live-Hörspiel „Ich bin eine Mikrobe“ für die Fraunhofer-Gala „Fest der Forschung“ mit Herbert Fritsch in Dresden. Viele Hörspielrollen für den WDR. Auftritte mit Else-Lasker-Schüler-Vertonungen im Jüdischen Museum in Berlin und in Breslau. Gemeinsam mit Bodo Primus und Herbert Mitschke gastierte sie 2010 mit dem Charlotte-Salomon-Projekt „LEBEN? ODER THEATER?“ beim 17. Else-Lasker-Schüler-Forum in Tel Aviv. Sie ist in der Leitung des Künstlerkollektivs ARTCORE, Schirmherr Günter Lamprecht.

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