Thomas Beimel – Mneme VALVE#3085

MNEME

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Thomas Beimel

Art.-Nr.: VALVE # 3085. Kategorie: . Schlüsselwort: .

Produktbeschreibung

Vier Streicher, eine unbegleitete Stimme: mehr braucht es nicht, um ein Klangportrait des Komponisten Thomas Beimel zu zeichnen. In seiner Musik vereint er neue Ausdrucksmöglichkeiten der Melodie mit einer ursprünglichen Klangenergie. Erlebbar in seinem Streichquartett „mneme“ ˆ Erinnerung – oder in „tu aliento“ – dein Atem – für unbegleitete Stimme. Manchmal steigert sich die Musik aber auch bis zu einer geballten Ladung Wut: „cólera“.

Thomas Beimel, 1967 in Essen geboren ist ein Grenzgänger. Nicht nur in der Musik als Bratscher, Improvisationsmusiker, Komponist und Wissenschaftler sondern auch in seinem Leben: Kindergarten und Schule im „Pott“, Kompositionsunterricht in Bukarest bei Myriam Marbe, Studium traditioneller chinesischer Musik am Konservatorium von Tianjin in der VR China, Arbeitsaufenthalte in Madrid oder San José (Costa Rica) ˆ die einzelnen Stationen sind weit gestreut.

Dadurch wurde die Komposition wichtig: als intimer Ort der Reflektion, auch über das historische Erbe Europas. In einem seiner jüngsten Werke, „veni creator spiritus“, vertraut Thomas Beimel den gregorianischen Choral der Kehle eines Countertenors an.

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Sprachcharakter ist tatsächlich bei den sieben, allesamt im Jahr 2000 und danach geschriebenen Werken offensichtlich. Selbst in melos, einem Duett für Pauken, fällt ein sprachgemäßes Artikulieren auf, ergeben sich im Hin und Her des aus dem Perkussiven immer mehr ins Melodische übergehenden Geschehens Klangreden. Cantus Firmus und kanonische Verwebungen tauchen immer wieder auf. Sie geben – bei allen Auflösungstendenzen der klanglichen Kontur – etwas Leibgebundenes und Fassliches. Guter Nachvollzug ist auch dem unvorbereiteten Hörer jederzeit möglich. (…) Allen Werken ist ein flehentlich-verhaltener, kontemplativer aber auch desaströser Ton eigen. (…) Besonders die Momente des Sehnenden und Fragilen, ein fast romantisches Moment von ausformulierter Erinnerung, von Beschwörung, Verlust und Vereinigungssuche sind dezent und intensiv gegenwärtig – ohne alle Gefälligkeit und ohne alles Klischee.

Bernhard Uske, in “Das Orchester” (Schott), Mainz, Oktober 2005

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